El Chalten – Argentinien

Januar 28, 2017 Reisen 1 Comment

El Chalten, ein Ort, gelegen inmitten des Nationalparks Los Glaciares in Argentinien, hat eines der imposantesten Granitmassive weltweit vorzuweisen – den Monte Fitz Roy. Ich fahre also auf einer nicht enden wollenden Straße auf die schneebedeckten Berge zu. Dieses Motiv, war genau das Bild, welches ich schon seit langem vor Augen hatte und unbedingt in Argentinien schießen wollte. Um mich herum liegt nichts, außer der weiten Steppe, ein paar See’n und ab und zu ein paar Schaafe. Zwischen mir und dieser atemberaubenden Landschaft liegt nur noch die Fensterscheibe vom Bus, sodass diese wunderschönen Bilder wie im Film an mir vorbeirauschen. 🙂 Ich setze mich also nach vorne neben den Busfahrer, putze seine Frontscheibe presse meine Kamera so doll es geht dagegen und probiere mit einer schnellen Verschlusszeit von mind. 1/1200 das beste aus dem Bild heraus zu holen.

Im Parque Nacional Los Glaciares erstecken sich zahlreiche und wunderschöne Wanderwege. Unberührte Natur und somit einzigartige Landschaften, welche sich mithilfe meiner Cam, in atemberaubende Panaromen verwandelten. Ich lernte ziemlich schnell zwei Argentinier kennen, mit denen ich mich auf den Weg zum FItz Roy und der Laguna de los Tres machte, einem hochalpinen See. Die beiden kommen aus Buenos Aires und sprechen nur sehr wenig Englisch. Da ich ebenso mit Babbel erst bei Lektion 9 des Spanischkurses angekommen bin, waren das keine typischen Gespräche, wie wir sie alle aus sämtlichen Bar’s etc. kennen. Wir verständigten uns mit einzelnen Worten, Mimiken und Gesten. Jeder lernte die Sprache des Anderen und wir gingen Tag ein, Tag aus, alle Wanderwege zusammen. Es gab ein paar wundervolle Abende, bei denen wir mit Speis und Trank eine Menge Spaß hatten. Vielen Dank dafür…

Das Wetter hielt sich bisher ganz gut und so starteten wir den 14km langen Wanderweg zum Lago de los tres, um dem Fitz Roy Massiv ganz nah zu sein. Auf dem Weg dorthin durchquerten wir mehrere Wälder, wunderschöne Seen und faszinierende Aussichtspunkte. Immer umrahmt vom Gletscher- & Bergpanorama. Einfach traumhaft!

Nach ungefähr vier Stunden sind wir am letzten Abschnitt des Weges angekommen, an dem ein Schild freundlich darauf hinwies, wer hier weiter geht, sollte körperlich fit sein. Und tatsächlich die extreme Steigung dort hoch hatte es in sich! Der Wind peitscht dir um die Ohren, mal schwitzt, mal frierst du. Jedoch wurden alle Strapazen am Ende belohnt, als ich Winzling auf diese RIESIGEN Naturgewalten blicken konnte. Die Sonne kam raus und bescherte uns zunächst ein wunderbares Pick-Nick bei einem herrlichen Ausblick. Das nächste Bild stellt die riesigen Dimensionen ganz gut dar. (Wie klein die Menschen unten am See sind) Nach der langen Wanderung und dem kleinen Lunch liefen wir runter zum See und füllten unsere Wasserflaschen. Das Wasser ist im gesamten Park, aus jedem Fluss und jedem See trinkbar. Nach ein paar Fotos am See entdeckten wir noch einen anderen riesigen Gletschersee, der aus mehreren Wasserfällen bestand.

Schlussendlich waren wir insgesamt 11 Stunden unterwegs, doch jeder Abschnitt des Parks hatte sich defintiv gelohnt…und das beste war: es hat nichts gekostet! Die Preise in Argentinien haben sich in den letzten zwei Jahren teilweise mehr als verdreifacht, sodass ich für ein einzelnes Bett im Schlafsaal minimum 20€/Nacht bezahle (um nur ein Beispiel zu nennen). Die Leute die ich in El Chalten kennen lernen konnte, waren so zuvorkommend, dass sie mich mehrmals zum Essen und des öfteren auf ein paar Bier eingeladen haben 🙂 und das obwohl man sich nicht einmal fließend verständigen konnte. Mit einem weinenden Auge machte ich mich nun wieder auf zur chilenischen Grenze, da es der erste Ort auf meiner Reise war, indem ich so richtig entspannen konnte. Doch sofort als ich im Bus saß, lernte ich Tom kennen, der mich letztendlich die nächsten zwei Wochen begleitete, sodass wir eine Menge großartiger Dinge zusammen erleben konnten…..ach ja der Tom…Tom kann übrigens Spanisch! 🙂 Das erwies sich noch als sehr praktisch, aber mehr dazu im nächsten Beitrag! …denn es wird noch besser 🙂

Liebe Grüße!